Günstigste Kantone für Krankenkassenprämien 2026 – Das vollständige Ranking

Aktualisiert: 20. März 2026 · Lesezeit: ca. 13 Minuten
Übersichtskarte der Schweizer Kantone mit Prämienvergleich

Inhaltsverzeichnis

  1. Prämienunterschiede zwischen den Kantonen
  2. Prämienranking 2026: Alle Kantone im Vergleich
  3. Die 5 günstigsten Kantone im Detail
  4. Die 5 teuersten Kantone
  5. Warum sind die Prämien so unterschiedlich?
  6. Sparen im eigenen Kanton

Prämienunterschiede zwischen den Kantonen

Die Krankenkassenprämien in der Schweiz unterscheiden sich je nach Wohnkanton um bis zu 100 Prozent. Während Versicherte in Appenzell Innerrhoden monatlich rund CHF 290 zahlen, liegt die Durchschnittsprämie in Basel-Stadt bei über CHF 490. Diese Diskrepanz hat historische, demografische und gesundheitspolitische Gründe.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) genehmigt jedes Jahr die Prämien aller zugelassenen Versicherer für jeden Kanton einzeln. Die Kassen kalkulieren ihre Tarife auf Basis der tatsächlichen Gesundheitskosten im jeweiligen Kanton – und diese variieren stark.

Bemerkenswert: Ein Umzug vom teuersten in den günstigsten Kanton kann die Jahresprämie einer Einzelperson um über CHF 2'400 senken. Für eine Familie mit zwei Kindern beträgt die Differenz sogar über CHF 5'000 jährlich.

Prämienranking 2026: Alle Kantone im Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt die monatlichen Durchschnittsprämien 2026 für Erwachsene (ab 26 Jahre, Franchise CHF 300, Standardmodell mit Unfalldeckung) nach Kanton, sortiert vom günstigsten zum teuersten:

RangKantonDurchschnitt/Mt.Günstigste KasseDifferenz zur CH
1Appenzell I.Rh.CHF 292CHF 258−CHF 138
2NidwaldenCHF 308CHF 272−CHF 122
3UriCHF 315CHF 280−CHF 115
4ObwaldenCHF 320CHF 285−CHF 110
5GlarusCHF 325CHF 290−CHF 105
6Appenzell A.Rh.CHF 332CHF 295−CHF 98
7ThurgauCHF 340CHF 300−CHF 90
8SchwyzCHF 348CHF 308−CHF 82
9GraubündenCHF 355CHF 312−CHF 75
10LuzernCHF 362CHF 318−CHF 68
CH-DurchschnittCHF 430
22WaadtCHF 462CHF 395+CHF 32
23ZürichCHF 468CHF 345+CHF 38
24TessinCHF 475CHF 410+CHF 45
25GenfCHF 488CHF 418+CHF 58
26Basel-StadtCHF 495CHF 385+CHF 65

Richtwerte 2026. «Differenz zur CH» bezieht sich auf den Schweizer Durchschnitt von ca. CHF 430/Mt. Quelle: BAG-Prämienübersicht.

Die 5 günstigsten Kantone im Detail

1. Appenzell Innerrhoden

Der kleinste Schweizer Kanton ist gleichzeitig der prämientechnisch günstigste. Die ländliche Struktur, die geringe Ärzte- und Spitaldichte sowie die jüngere Bevölkerungsstruktur tragen dazu bei. Die günstigste Kasse verlangt hier lediglich CHF 258 pro Monat – weniger als die Hälfte der teuersten Prämie in Basel-Stadt.

2. Nidwalden

Der Zentralschweizer Kanton profitiert von einer effizienten Gesundheitsversorgung und moderaten Infrastrukturkosten. Mit einer Durchschnittsprämie von CHF 308 liegt Nidwalden deutlich unter dem nationalen Mittel.

3. Uri

Uri verbindet tiefe Gesundheitskosten mit einer überschaubaren Bevölkerung. Die geringe Spezialistendichte führt zwar manchmal zu längeren Wegen, drückt aber die Kosten und damit die Prämien.

4. Obwalden

Ähnlich wie die Nachbarkantone profitiert Obwalden von niedrigen Infrastrukturkosten und einer gesundheitsbewussten Bevölkerung. Die Prämien liegen rund 25 Prozent unter dem Schweizer Durchschnitt.

5. Glarus

Der Kanton Glarus rundet die Top 5 ab. Trotz seiner geographischen Lage zwischen den teureren Kantonen Zürich und St. Gallen hält Glarus die Gesundheitskosten auf vergleichsweise tiefem Niveau.

Die 5 teuersten Kantone

Am anderen Ende der Skala stehen vorwiegend städtische Kantone und die Westschweiz:

Basel-Stadt – Der teuerste Kanton

Die hohe Spital- und Spezialistendichte in Basel sowie die demografische Struktur treiben die Gesundheitskosten. Versicherte in Basel-Stadt zahlen im Schnitt CHF 495 monatlich – über 70 Prozent mehr als in Appenzell Innerrhoden.

Genf, Tessin, Zürich, Waadt

In diesen Kantonen treiben die hohe Ärztedichte, das breite Spitalangebot und die häufigere Inanspruchnahme medizinischer Leistungen die Kosten. Interessanterweise bietet gerade Zürich ein grosses Sparpotenzial: Die Differenz zwischen der günstigsten und teuersten Kasse beträgt hier über CHF 120 monatlich. Ein sorgfältiger Vergleich lohnt sich daher besonders.

Warum sind die Prämien so unterschiedlich?

Die kantonalen Prämienunterschiede haben mehrere Ursachen:

Sparen im eigenen Kanton

Nicht jeder kann oder will wegen der Krankenkassenprämien umziehen. Doch auch im eigenen Kanton gibt es wirkungsvolle Sparhebel:

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